Ernährungssysteme in Konflikt- und Friedenskontexten: Blick in die Zukunft – Welt

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Im September 2021 waren schätzungsweise 161 Millionen Menschen akut von Ernährungsunsicherheit betroffen. Die meisten dieser Menschen leben in Ländern, in denen gewaltsame Konflikte die Hauptursache für Hunger sind. Konflikte wirken sich direkt negativ auf Ernährungssysteme und die daraus resultierende Ernährungssicherheit aus.

Dieses Dokument ist das dritte und letzte Dokument in einer Reihe, die darauf abzielt, die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen Konflikten und Ernährungsunsicherheit hervorzuheben. Dieser Artikel untersucht die Möglichkeiten, die Brücken zwischen Ernährungsunsicherheit und gewalttätigen Konflikten zu brechen, die in den beiden vorherigen Artikeln definiert und kontextualisiert wurden. Gerechte und nachhaltige Ernährungssysteme haben die Kraft, Frieden zu fördern. Das Papier argumentiert, dass es für die Transformation von Ernährungssystemen und Aktivitäten zur Ernährungssicherheit in Konflikt- und Friedenskonsolidierungsumgebungen zur Schaffung friedensfördernder Bedingungen wichtig ist, eine friedensfördernde Linse auf Ernährungssicherheitsinterventionen und eine Ernährungssicherheitslinse auf Friedenskonsolidierungsbemühungen anzuwenden. Ein Ansatz, der humanitäre, entwicklungspolitische und friedensfördernde Ziele integriert, ist erforderlich, um die Verbindungen zwischen Ernährungsunsicherheit und Konflikten zu durchbrechen. Das Dokument schließt mit vier Empfehlungen für Akteure aus den Bereichen humanitäre Hilfe, Entwicklung und Friedenskonsolidierung, die Orientierungshilfe für Schritte geben möchten, die unternommen werden können, um einen solchen integrierten Ansatz voranzutreiben.

Inhalt

1. Einleitung

2. Wissenslücken in globalen Reaktionen und politischen Debatten

3. Die Transformation von Ernährungssystemen erfordert eine abgestimmte Umsetzung und Finanzierung

4. Ernährungssysteme umgestalten: Fokus auf lokale Ernährungssysteme

5. Operationalisierung eines interdependenten Ansatzes zur Unterstützung der Ernährungssicherheit

6. Schlussfolgerungen und Empfehlungen

ÜBER DIE AUTOREN/HERAUSGEBER

Dr. Kristina Tschunkert ist Forscherin im Programm Ernährung, Frieden und Sicherheit von SIPRI.

Dr. Caroline Delgado ist Senior Researcher und Direktor des Food, Peace and Security Program bei SIPRI.