Keine Politik, nur Blut und Schnaps beim Ungarischen Metzgerfest

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KISTARCSA, Ungarn, 6. Februar (Reuters) – Fast ein Dutzend Schweineschlachtteams nahmen am Samstag an einem Metzgerfest südlich von Budapest teil, ließen die Politik vor den nationalen Wahlen am 3. April beiseite und stießen mit hausgemachter „Palinka“, einem starken, an Obstbrand.

Die 11 Teams, die am Wettbewerb in der Kleinstadt Kistarcsa teilnahmen, brachten ihre Schweine am frühen Morgen an. Nachdem die Tiere getötet, ihr Blut vergossen und ihre Haut verbrannt war, spalteten die Metzger die Kadaver und zerkleinerten sie.

Jeder Teil des Schweinefleischs wird verwendet. Einige Stücke werden zu würzigen Würsten oder ungarischem „Schweinekäse“ verarbeitet, der dem schottischen Haggis ähnelt. Das Fett wird frittiert und die Keulen geräuchert.

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Frisches Schweineblut, gebraten mit Zwiebeln und serviert mit Brot, ist ein Frühstück, um die Palinka aufzusaugen.

„Zum Glück machen wir hier keine Politik. Parteien und Organisationen vertreten sich gegenseitig, aber hier ist die Atmosphäre wirklich gut“, sagte Istvan Juhasz, Teamchef der regierenden Fidesz-Partei und Bürgermeister der Stadt.

Das Schlachten von Schweinen in Haushalten ist eine Tradition und die für Schweinefleischprodukte verwendeten Gewürze variieren in jeder Region.

„Der Schweinezüchter kümmert sich das ganze Jahr über um das Schwein, damit alle dann eine große Party feiern und alle Freunde und Nachbarn zusammenbringen können. Eine gute Schweineparty ist ein echtes Familienfest“, sagte Attila Daragos aus Torja auf Ungarisch Ethnizität. Region Rumänien, die für den Wettbewerb 750 Kilometer (470 Meilen) zurückgelegt hat.

Das Schlachten von Schweinen kam in den Wahlkampf, als Ministerpräsident Viktor Orban kürzlich auf seiner Facebook-Seite ein Video postete, das ihn bei einem Schweineschlachtfest mit einer Familie auf dem Land zeigt.

Andere traditionelle Gerichte des Tages sind geschmortes Schweinefleisch mit Sauerkraut und in Knoblauch gebratenes frisches Fleisch.

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Berichterstattung von Balazs Horvath und Krisztina Fenyo Redaktion von Edmund Klamann

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